Herzklopfen

Ich wähle die Nummer der KiWu Klinik und habe mächtig Herzklopfen. Ich möchte das Rezept haben für Progynova und Metformin. Für die Kryo. Damit unser kleiner eingefrorener Krümel auftauen darf und zu mir darf.

Ich dachte ich wäre cooler. Ich habe doch jetzt ein wunderbares, gesundes Kind. Jetzt steht doch nicht mehr alles auf dem Spiel. Das ist auch so. Aber mein Herz klopft wie verrückt. Vielleicht weil ich Angst habe wieder in den KiWu Albtraum einzusteigen. Weil ich Angst habe dass es mit dem 2. Kind wieder so ein Kraftakt wird. Oder noch schlimmer, es überhaupt nicht klappt.

Aber es ist trotzdem anders. Wir werden nicht kinderlos sein wenn es nicht klappt. Wir dürfen weiterhin Eltern sein und all die schönen Erlebnisse genießen.

Gestern war ich dann kurz in der Klinik um Blut abzugeben und das Rezept zu holen. Ich habe mit der netten Arzthelferin gesprochen, sie ist ganz optimistisch was die Kryo angeht. So ein Schatz. Ich versuche es entspannt und mit realistischer Erwartungshaltung anzugehen. Wenn es schief gehen sollte, dann bitte gleich. Dann soll von mir aus das Auftauen schief gehen. Dann bleibt mir die Warteschleife erspart. Aber gut, auch die nehme ich in Kauf. Nur bitte keine Fehlgeburt mehr. Das war bisher das schlimmste Erlebnis in meinem Leben und bedarf keiner Wiederholung.

Soweit der aktuelle Stand.

Dem Zwerg geht es super, er wird nächste Woche 1 Jahr alt!!!! Unfassbar, wie vergeht die Zeit nur so schnell?
Er ist einfach das beste Baby/Kleinkind ever 🙂 Seit 1,5 Wochen läuft er nun, der Hammer. Die Entwicklung innerhalb eines Jahres ist einfach der Wahnsinn. Dazu ist er ein so fröhlicher Knopf, strahlt um die Wette mit der Sonne und mein Herz platzt regelmäßig über vor Liebe und Stolz.

Ich will noch mal so einen perfekten Knopf ❤

Das andere Leben

Wahnsinn wie sehr ein Kind das Leben verändern kann. Alle schon-Eltern sagten mir vor der Geburt dass nie wieder etwas sein wird wie davor, sich alles ändern wird. Und es ist wirklich so, surprise 🙂 Der Fokus ändert sich, der Kleine gibt den Takt an, es dreht sich erst mal alles um sein Wohlergehen, dann erst komme ich. Und es ist auch genau richtig so (zumindest jetzt noch in der Baby-Zeit). Inzwischen wird er aber auch immer selbstständiger, kann sich mal alleine unter seinem Spielebogen beschäftigen, währenddessen kann ich dann entspannt duschen oder einfach was essen. Er schläft tagsüber nach wie vor am liebsten an/auf mir, aber auch der Kinderwagen geht inzwischen sehr gut. Es hat sich alles irgendwie eingespielt, er ist wahnsinnig gut drauf, es macht so viel Spaß den Tag mit ihm zu verbringen. Er geht jetzt abends so um 19:30 rum ins Bettchen (also die Babybay 😉 ), das beschert uns auch ein bißchen Zeit zu 2., so wichtig!! Wenn irgendjemand auf die Idee kommen sollte dass ein Baby eine Beziehung kitten kann, ööhm nein. Ich bin so froh dass unsere Beziehung auf felsenfestem Grund steht, wir den Stress des Schlafentzugs, der anfänglichen Unsicherheit gut wegpacken können. Wobei ich mich nicht beschweren darf, der Kleine gehört eher zur pflegeleichten Sorte wenn ich die Geschichten von anderen höre..

Das andere Leben, was ich genau damit meine ist nicht nur die Veränderung im Alltag, sondern auch die Dinge die man auf einmal tut. Da tanze ich nun tatsächlich einmal die Woche mit dem Kleinen auf dem Arm im Kreis herum, singe Babylieder und andere Reime. Innerlich lache ich mich ehrlich gesagt immer schlapp über mich, weil das so ein anderes Leben ist als noch vor 5 Monaten!! Bei der Arbeit musste ich eher oft die toughe geben, jetzt passe ich auf dass ich den Kleinen zum richtigen Zeitpunkt sanft „rüttele und schüttele“, mit ihm „Nüsse schütteln“ gehe und co.
Bitte nicht falsch verstehen, ich mache mich darüber nicht lustig, denn es gefällt den Kleinen und macht dadurch auch einfach total Spaß. Aber dieser abrupte Wechsel ist so schräg 🙂

Das andere Leben.. ich war letzte Woche zum ersten Mal abends weg und bin auch über Nacht bei meiner Schwester geblieben. Bitte keine Buh-Rufe an dieser Stelle (das muss jeder für sich selber entscheiden), es fiel mir wahnsinnig schwer zu gehen (ja ok ich musste auf dem Weg zum Konzert 2 mal weinen), aber mein Mann hat sich super um den Zwerg gekümmert und regelmäßig Status gegeben. Stillen kann ich ja leider Dank der Vorgeschichte nicht.. Daher konnte ich mir diese „Freiheit“ nehmen. Es war ein geniales Konzert, es war schön das gemacht zu haben.. aber es war auch nicht wie früher, denn das Herz hängt am Kleinen und ich habe natürlich viel an ihn gedacht und mich sowas von riesig gefreut ihn am Morgen dann wieder zu begrüßen.

Ich werde nie wieder die „alte“ sein die ich vor der Geburt war.. und das ist so wunderschön. Denn ich liebe dieses kleine Wunderwesen und alles an Veränderungen die er mit sich bringt.

Vor genau einem Jahr lag er in seiner Petrischale im Brutschrank und seine ersten Zellen haben sich geteilt.. Jetzt liegt hier so ein perfektes, propperes Kerlchen in seinem Bettchen und träumt von riesigen Milchseen, der singenden und tanzenden Mami, vom liebevollen Papi. Ich bin so unendlich DANKBAR dass ich einen gesunden Sohn bekommen durfte.

Ich bin Mutter von 2 Kindern, meine kleine Alani ist immer in meinem Herzen und beschützt unsere kleine Familie.
Ich liebe diese neue, andere Leben.

2 Monate Mama

2 Monate ist unser kleiner Zwerg schon auf der Welt.. die Zeit rennt wirklich!
So langsam kehrt eine Art von Alltag ein, eine Art von Rhythmus hat sich etabliert, wobei doch jeder Tag irgendwie anders ist. Der Kleine macht riesen Fortschritte. Er schaut sich alles ganz interessiert an, beobachtet wie ich meinen Mund bewege beim sprechen, grinst uns dick und breit an ❤ versucht mit uns zu brabbeln, zappelt fleißig hin und her und macht immer noch die herrlichsen Grimassen.
Das Wort „Kleiner“ wird ihm nur irgendwie nicht ganz gerecht, er ist schon so sehr gewachsen! ca. 63 cm lang und 7 kg schwer ungefähr. Wie kann man nur so schnell wachsen? Es geht ihm bis auf die Koliken prima, ich hoffe die gehen auch endlich bald vorüber, dann quält ihn sein Bäuchlein nicht mehr so sehr.

Ich könnte unendlich viel über unseren kleinen schreiben, all seine kleinen zauberhaften Eigenheiten, seine Entwicklung, wie sehr er uns glücklich macht.. Aber ich finde nicht wirklich die Zeit dazu, weiß auch nicht ob für mich hier der richtige Ort dafür ist.
Zudem ist er sehr anhänglich, möchte nur auf mir schlafen und ansonsten immer ganz nah bei uns sein. Das ist schön und so schmuusig. Aber man kommt auch zu nichts. Inzwischen kann ich ihn aber auch immer öfter in seine Wippe setzen, er schaut mir dann zu wenn ich z.B. die Spülmaschine ausräume, oder duschen gehe 😉 Nachts klappt das Schlafen in der Babybay ganz gut, das war auch nicht von Anfang an so. 2 mal möchte er nachts was trinken, finde ich absolut in Ordnung, er macht dann auch kein Drama mit dem weiterschlafen. Nach dem 2. Fläschchen (meistens so um 6 Uhr rum) kommt er dann zu mir ins Bett unter die Decke, dann wird noch mal intensiv gekuschelt und ich überzeuge ihn noch mal weiter zu schlafen. Mama braucht ihren Schlaf 😉 Ich bin gespannt wie lange das noch gut geht. Wir stehen dann so um 08:30 Uhr rum auf, herrlich ich weiß.

Das Leben hat sich so wahnsinnig geändert seit er da ist, der Fokus ist so ein anderer geworden. Ich habe mich auch erst einmal daran gewöhnen müssen, es gibt schon auch Momente in denen man mal durchatmen muss, wenn er nicht in den Schlaf findet weil die Eindrücke so wahnsinnig viel für ihn waren, wenn ihn sein Bäuchlein quält. Aber abgesehen davon ist er ein glückliches & zufriedenes Baby, ich weiß das sehr zu schätzen und liebe diesen kleinen Schatz sowieso über alles!
Er wird auch immer „einfacher“, so liegt er jetzt auch gerne mal für sich in seinem Laufstall und beobachtet fasziniert sein Mobile, oder er liegt auf der Erlebnisdecke und bestaunt den Dschungel.. Natürlich nicht ewig lange, muss er auch nicht. Aber er kann sich dabei auch einfach mal herrlich ausstrecken und rumstrampeln, und ich kann mal kurz mein Müsli entspannt essen, herrlich. Auch jetzt gerade liegt er neben (!) mir auf dem Sofa und schlummert vor sich hin. Wahnsinn, das ging die letzten Wochen gar nicht.

Wenn ich ihn ansehe sehe ich ganz viel von uns: er hat eine 1:1 Kopie meines Mundes bekommen. Die kleinen Patschehände kommen nach denen von meinem Lieblingsmann, natürlich in Miniaturform, wie niedlich. Er kann auch die eine linke Augenbraue hochziehen wie mein Mann, ich kann gar keine richtig hochziehen ich Körperklaus.. Die Augen sind von mir..
Ich weiß gar nicht wieso mir das so wichtig war nach diesen Ähnlichkeiten zu suchen.. Wahrscheinlich um sicher zu gehen dass die im Labor nicht irgendwas vertauscht haben, man weiß ja nie 😉
Er ist einfach perfekt so wie er ist und ich bin gespannt was die nächsten Monate / Jahre alles auf uns zukommt.

Mein Herzmann und ich haben beschlossen auf jeden Fall das Projekt Geschwisterchen anzugehen in nicht allzu ferner Zukunft. Wir haben ja noch eine Blastozyste auf Eis.. oh ich darf gar nicht aussprechen was wir natürlich hoffen. Aber wir bleiben realistisch, das hat uns der harte Weg hierher gezeigt. Losgehen wird es nicht bis der Kleine 1 ist, ich werde dann berichten..

So jetzt ist er wieder wach und will bespaßt werden.. 🙂

Alles Liebe an Euch ❤

Das perfekte Glück

Ihr Lieben,

danke Euch für eure guten Wünsche letzte Woche!!

Unser Sohn ist am 09.08. gesund und munter auf die Welt gekommen.

Ich bekomme eine Gänsehaut allein beim Schreiben dieser Zeilen. Er ist wirklich hier. Gesund. Alles dran. Bezaubernd. Wir betrachten uns gegenseitig und staunen. Er ist so wunderschön, macht die süßesten Grimassen. Er sucht die Nähe von uns beiden und wir genießen unsere Zeit zu dritt. Unglaublich, eine Woche ist nun schon vergangen. Schon? Erst?

Es gab eine Welt vor Dienstag, und nun eine Welt nach Dienstag. Er ändert einfach alles, alle meine Gedanken sind bei ihm und seinem Wohlergehen. Meinem Mann geht es ebenso 💙

Ich weiß das wird sich alles wieder normalisieren, aber es wird nie wieder so sein wie davor, zum Glück 🍀

Das Hormonchaos nach der Entbindung ist verrückt, vor lauter Glück fließen hier andauernd meine Tränen.. Aber es wird langsam besser.

Der Kaiserschnitt ansich verlief echt gut. Ich war ganz schön angespannt, während der Sectio ist mein Kreislauf ganz schön abgesackt, aber es haben sich alle gut um mich gekümmert. Im OP bekam ich die Spinalanästhesie, seltsames Gefühl wenn man seine Beine nicht mehr spürt. Vor Aufregung und durch den schlechten Kreislauf habe ich die komplette OP hindurch und auch den restlichen Tag an den Armen gezittert.. mein Herzmann durfte die ganze Zeit bei mir sein, war eine große Unterstützung. Ja und dann war es soweit. Der „Vorhang“ fiel und wir durften ihn endlich sehen 💙💙💙

Er schaute sich um und fing so herrlich laut an zu schreien. Da flossen dann die ersten Tränen bei mir 🙈

Er wurde dann kurz versorgt und durfte anschließend während der restlichen OP zu mir auf den nackten Oberkörper in ein Bonding Band. Was für ein Moment 😍😍😍😍

Er musste noch ein bisschen mit der Atmung üben, aber kaum war er auf mir ging es ihm besser. 4 Stunden waren wir dann noch im OP und anschließend in einem ersten kleinen Raum bis wir auf Station durften.

Ich habe kaum geschlafen in der ersten Nacht, konnte ihn nur betrachten und versuchen zu begreifen. Auch die folgenden Nächte sind nicht unbedingt von viel Schlaf geprägt 😉 Aber sowas von egal.

Vom Kaiserschnitt habe ich mich mittlerweile gut erholt, der Kleine macht sich prächtig und seitdem wir zu Hause sind ist es auch schon alles viel entspannter.

Wir finden uns langsam immer besser in unsere neue Rolle als Eltern, fühlen uns mit jedem Tag & jeder Nacht weniger unsicher. Der Kleine macht so viel Freude, unfassbar ❤️

Ich komme neben ihm zu nicht viel anderem. Besuch ist mir manchmal noch zu viel, aber die Familie hat so lange Zeit mitgezittert und bestaunt nun komplett verliebt unser kleines großes Glück. Das wird sich noch einpendeln die nächsten Wochen. Ich muss darauf achten mir Ruhe zu gönnen, nicht alles nebenher regeln zu wollen. Aber auch das klappt schon besser und die Schmerzen werden weniger.

Könnte ich diesen Post in die Vergangenheit schicken, dann würde ich ihn gerne an mich vor genau 3 Jahren schicken. Ja der Weg wird steinig und hart. Aber er wird sich lohnen. Denn während ich das hier schreibe liegt das perfekte Glück auf meinem Bauch und schläft tiefenentspannt 💙

Ich bin froh dass wir nie aufgegeben haben und dieses riesen Glück erfahren dürfen ❤️

Morgen 💙

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Morgen ist es nun wirklich soweit, unser Kleiner wird per Kaiserschnitt auf die Welt geholt 💙

Ihm geht es prima, er sitzt gemütlich im Bauch, bewegt sich fleißig und ist weiterhin super versorgt. Drehen wollte er sich nun nicht mehr, aber das ist auch völlig in Ordnung.

Wir haben die letzten 10 Tage wie in einem Countdown verbracht, alle finden es so gut mit dem Datum vor Augen und haben uns empfohlen „noch mal alles so richtig zu genießen“. Das Leben wird sich ab morgen total ändern für uns, und das stimmt sicherlich auch. Aber ausgeschlafen haben wir genug in den letzten Jahren, unsere Freiheit genossen, tolle Urlaube verbracht. Und 3 Jahre von diesem Moment morgen geträumt. Er darf nun endlich kommen, wir wünschen uns so sehr den Kleinen endlich begrüßen zu dürfen. Eine „echte“ Familie zu werden. Wobei wir das jetzt irgendwie auch schon zu 2. sind.

Klar wird vieles auch anstrengend werden, aber kann es schlimmer als ein unerfüllter Kinderwunsch werden? Ich glaube nicht.

daher lächle ich immer nur bei all den „guten Ratschlägen“ der letzten Tage, für mich war der Weg bisher ein Marathon der Gefühle und morgen dürfen wir nun hoffentlich über die Ziellinie 💙

Ja wir haben noch mal unsere Zweisamkeit intensiv genossen, aber wir wollen auch mit Kind eine Ehepaar bleiben. Das bekommen wir schon irgendwie hin. Was haben wir auf diesem gemeinsamen Weg nicht schon unglaubliches ausgestanden.

ich bin dankbar für diese so angenehme Schwangerschaft, mir geht es bis heute prima und ich fühle mich einfach nur wohl mit dem Bauchzwerg.

Morgen mein Kleiner ist es nun endlich so weit, dann werden wir uns das erste mal sehen 💙  Wir können es kaum erwarten 💙

 

Kaiserschnitt it is

36+5

Er sitzt und sitzt und sitzt.. Am Mittwoch bei meiner Frauenärztin haben wir uns den Kleinen noch einmal genauer angeschaut, es geht ihm prima, er sitzt halt „nur“ verkehrt herum im Bauch und scheint sich so sehr wohl zu fühlen.

Gestern hatte ich dann einen Vorstellungstermin in der Klinik in die wir auch zur Entbindung gehen werden. Surprise, er sitzt natürlich immer noch, aber ich kann inzwischen auch selber ertasten wie er liegt.
Der Arzt meinte dann dass wir 3 Optionen haben:

  1. Entbinden mit dem Steiß zuerst
  2. versuchen den Kleinen davor zu drehen
  3. Kaiserschnitt planen

Eine Steißgeburt kommt für mich nicht in Frage, die Gefahr dass der Kleine irgendwie stecken bleibt, die Nabelschnur eingeklemmt wird und er unterversorgt wird ist mir bei seiner Größe einfach zu groß. Er wiegt anscheinend mittlerweile um die 3500g, wahnsinn. Ich bin echt gespannt mit welchem Gewicht und welcher Größe er dann tatsächlich auch die Welt kommt!
Also Punkt 1 ist mir zu risikobehaftet und damit raus.
Punkt 2 die Wendung: hier höre ich einfach auf mein Bauchgefühl. Und das sagt mir, dass wenn es der Kleine schon selber nicht mehr schafft sich zu drehen, dann möchte ich ihn auch nicht in die Geburtsposition zwängen. Bei einem kleineren Kind bestimmt eine gute Methode, aber in mir hat sich alles dagegen gesträubt dies zu versuchen. Ich habe in den letzten Monaten gelernt viel mehr auf mein Bauchgefühl zu hören und bin bisher sehr gut damit gefahren, daher ist Punkt 2 auch raus.

Gut dann bleibt eben nur noch der Kaiserschnitt. Aufgrund der Größe und auch meiner hormonellen Situation hat mit der Arzt vorgeschlagen den Termin auf den 09.08. zu planen. WAS SCHON SO BALD? Ich musste erst mal schlucken und kann bis heute gar nicht erklären was mich so geplättet hat. Schließlich arbeiten wir seit 3 Jahren auf genau dieses Ziel hin. Und jetzt haben wir ein Datum. An dem ENDLICH unser Kind auf die Welt kommen soll. Ich glaube ich habe einfach Angst dass doch noch etwas schief gehen könnte, unser Glück irgendwie noch gefährdet wird. Nach all den negativen Erfahrungen kann ich es immer noch nicht ganz fassen dass wir wirklich Eltern werden. Eltern von unserem Kind. Wahnsinn.

Also jetzt noch schnell all die letzten offenen Punkte erledigen und dann mal schauen was am 09.08. passiert. Er kann sich ja immer noch drehen, aber so ganz glaube ich nicht daran.

Ich bin irgendwie aufgeregt und hibbelig, freue mich so sehr, habe Respekt vor dem was auf uns zukommt, vor allem auf mich.

Kleiner, bald dürfen wir Dich endlich auf dieser Welt begrüßen, Deine Eltern freuen sich wie ein kleines Kind auf Dich  ❤

Mutterschutz

34+4

Ihr Lieben,

tut mir Leid, dass ich so abgetaucht bin in den letzten Wochen.
Wir hatten 2 wunderschöne und total entspannte Wochen in Südfrankreich, ach tat das gut. Am letzten Arbeitstag vor dem Urlaub habe ich kurz vor Feierabend erfahren, dass direkt nach meinem Urlaub mein Nachfolger anfängt und ich dann direkt mit der Übergabe meiner Themen starten soll. Super, ich hatte also nicht einen Tag Zeit mich darauf vorzubereiten, aber egal. Als der Typ dann nach meinem Urlaub auf der Matte stand dachte ich nur „ach du schei**“. Der Typ ist so ein Freak. Ich weiß nicht wo mein Chef den her hat, leider wurden weder ich noch meine anderen Kollegen in den Auswahlprozess mit einbezogen. Auf jeden Fall hat er mir in den letzten 6 Wochen echt den letzten Nerv geraubt. Inhaltlich kümmert er sich Null um die Themen, nur organisatorischen Kleinkram interessiert ihn. Ich habe so sehr versucht ihn umzupolen, ihm klar zu machen um was er sich zu kümmern hat.. aber bei ihm ist einfach Hopfen und Malz verloren. Nach Feierabend bin ich einfach nur noch erschöpft auf der Couch eingeschlafen. Meine Kollegen waren ebenso total frustriert, so hinterlässt man natürlich nicht gerne seine Projekte. Aber gut jetzt ist es endlich geschafft, ich bin im MUTTERSCHUTZ!

Ich muss mir das selber immer wieder klar machen, so unglaublich ist es dass wir es wirklich bis hierhin geschafft haben.
Dem Kleinen geht es prächtig, er turnt und boxt im Bauch herum, streckt das Köpfchen ganz fest gegen die Bauchdecke wenn wir unsere Hände darauf legen ❤
Und er ist immer noch groß, wandert entschlossen der 90% Perzentile der Wachstumskurve entlang. Und er sitzt noch immer. Der Kleine macht irgendwie keine Anstalten sich zu drehen. Ich habe gestern mit meinem Arzt besprochen, dass wir jetzt in 2 Wochen schauen wie er dann liegt. Falls er sich bis dahin nicht gedreht hat werden wir wohl einen Kaiserschnitt planen. Er ist dann einfach zu groß auch für irgendwelche Experimente, ich will auch nichts riskieren. Aber jetzt warten wir mal ab was in 2 Wochen ist.

Der Kaiserschnitt würde dann irgendwann auf 38+x terminiert werden. Das ist schon in 4 Wochen!!! Ich glaube das gar nicht, bald kommt wirklich unser so wahnsinnig ersehnter Kleiner auf die Welt.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir immer noch Sorgen mache dass irgendwas schief geht. Kein Vergleich zum Anfang der Schwangerschaft, da waren die Sorgen noch viel dominanter. Ich kann inzwischen die Schwangerschaft genießen, diese unglaublichen Glückswellen die mich immer wieder überrollen mit einem dicken Grinsen quittieren.

Aber nach all den Erlebnissen der letzten Jahre ist es auch kein Wunder, dass diese Grundangst ein Stück weit bleibt. Ich will einfach nur dass der Kleine gesund und munter das Licht der Welt erblickt.

Ansonsten geht es mir aber sehr gut. Klar ich bin schneller erschöpft und die Hitze letzte Woche hat mich ganz schön geschlaucht. Aber ich habe ja jetzt auch die Zeit mal ins Freibad zu gehen, herrlich.
Die ersten Tage habe ich jetzt damit verbracht noch einiges zu erledigen und zu organisieren. Bin noch lange nicht fertig 😉
Ich muss heute noch mal nachschauen was ich schon alles gekauft habe an Klamotten für den Kleinen und was jetzt noch fehlt. Die großen Dinge wie Kinderbettchen, Kinderwagen etc. haben wir schon.
Das Kinderzimmer habe ich mit meiner Schwester gemeinsam schon verschönert. Mein Mann hat uns 2 Wände grau bemalt, wir haben dann darauf weiße Bäume gemalt.Es hat so unglaublich Spaß gemacht ENDLICH ein Kinderzimmer einrichten zu dürfen. Die Wickelkommode ist schon gute 10 Jahre alt und aus meiner Studentenzeit. Wir haben einfach einen Aufsatz bestellt, so bekommt die olle Kommode eine ganz neue Aufgabe 🙂

Ich bin der lieben J.B. noch ein Bauchbild schuldig, das wird bald kommen. Ich sehe so richtig hochschwanger aus, ich liebe es. Meine Kollegen haben mich schon alle angesprochen „Du bist aber auch nicht mehr lange hier, oder?“. Auf der Straße lächeln einen so viele fremde Menschen an, eine sehr schöne Erfahrung. Viele fragen mich auch, ob ich jetzt dann auch froh sei wenn die Schwangerschaft rum ist. Und ich kann das nur beneinen. Klar ich kann es kaum erwarten unseren Kleinen endlich auf der Welt zu begrüßen, ihn im Arm zu halten, zu beschnuppern, ihm all meine Liebe zu schenken (wobei er diese schon jetzt bekommt). Aber schwanger zu sein ist auch einfach schön. Diese enge Bindung mit dem Kind im Bauch, einfach ein bezauberndes Gefühl.
Klar, mein Durst nervt, ich muss häufig auf die Toilette und schlapp bin ich auch. Aber ich habe keine Schmerzen (Dank Stillkissen das perfekt ist gegen Hüftschmerzen beim Liegen), kann mich frei bewegen (gut ausgenommen Treppenlaufen, da schnaufe ich wie eine alte Lok), aber alles gut.
Gestern habe ich auch endlich die Stoffe für die Babydecke gekauft, ich darf nun endlich endlich die Babydecke für UNSER Kind machen, nicht wieder für das Kind einer Freundin.

Ich bin also noch gut beschäftigt die nächsten Wochen, aber ich nehme mir auch die Zeit durchzuatmen. Kraft zu tanken. Den Moment zu genießen. Das Glück ist so nah ❤

Alles paletti

26. SSW

Ich habe ihn geschafft den Ärztemarathon für diese Woche, und so wie es ausschaut ist alles gut.

Laut ersten Ergebnissen gibt es kein Anzeichen für einen Diabetes insipidus, d.h. ich habe einfach Durst durch die Schwangerschaft aber mein Körper kann gut damit umgehen. Auch mein Langzeit-Zuckerwert ist optimal (5,1), ich brauche mir jetzt erst mal keine Sorgen bzgl. eines Schwangerschaftsdiabetes machen.

Gestern war ich dann noch bei meiner Frauenärztin, vor dem Urlaub noch einmal abchecken lassen ob alles in Ordnung ist. Ich habe zum ersten Mal ein CTG gemacht, dem Kleinen hat das laute Knacken und Rauschen überhaupt nicht gefallen 😀 Er hat sich auf einmal wie wild bewegt, gegen den Sensor getreten und ist dann wahrscheinlich nach 20 Minuten eingeschlafen. Dann konnte ich noch ein wenig seinem Herzen lauschen, was für ein schönes Geräusch ❤
Die Frauenärztin hat dann noch die Cervix-Länge bestimmt, liegt bei gut 6cm.Optimal! Es scheint einfach alles ein bißchen größer als der europäische Durchschnitt zu sein bei mir, der Kleine, der Gebärmutterhals, etc. Da aber alles gut zu sein scheint wird jetzt entspannt. Am Wochenende fahren wir für 2 Wochen nach Südfrankreich, ich freue mich so riesig auf die freie & entspannte Zeit!

Vom einen Arzt zum nächsten

25. SSW

Gestern waren wir in der Uniklinik zum Kontrollschall. Der Arzt konnte nichts auffälliges an unserem Kleinen entdecken zum Glück! Ja er sei einfach ein größeres Baby, aber da vor allem der Kopfumfang gut zum Bauchumfang passt, sieht er hier keinerlei Anzeichen für einen Schwangerschaftsdiabetes. Puh.

Ich habe dann noch mal meinen Durst angesprochen, durch meine Vorgeschichte mit der Hypophyseninsuffizienz sollte ich zeitnah zu meinem behandelnden Endokrinologen. Es könnte sein dass ich unter einem Diabetes insipidus leide. Dieser hat nichts mit Zucker zu tun, lediglich der Elektrolyt-Haushalt im Körper ist gestört, man scheidet zu viel Wasser aus und hat entsprechend Durst.

Zum Glück konnte ich die Sprechstundengehilfin davon überzeugen dass ich gleich am Montag vorbeikommen darf. Ich hatte diesen Diabetes insipidus auch schon einmal vor knapp 18 Jahren, ich glaube mich aber zu erinnern dass das damals noch mal anders war. Aber gut hilft ja nichts, hier geht’s ja nicht nur um mich, daher lasse ich das natürlich abklären.

Jetzt heißt es aber erst mal Wochenende genießen, ich wünsche uns allen ein sonniges, sorgenfreies und entspanntes langes Wochenende  ❤

Großer Kleiner & OGTT

24. SSW

Am Dienstag hatte ich den Termin zur Durchführung des großen Zucker-Belastungstest und zur normalen Vorsorgeuntersuchung.
Der Zuckersaft war überhaupt nicht so schlimm zu trinken, ich hatte auch eher davor etwas Respekt dass ich in den 2 Stunden danach kein Wasser trinken darf. Aber auch das ging.

Parallel zum Test hat meine Frauenärztin dann noch die normale Vorsorge durchgeführt, den Kleinen hat sie auch wieder geschallt und vermessen. Er ist recht groß für die SSW, wobei im Vergleich zum letzten Mal nun der Kopf mehr gewachsen ist, Femurlänge ist total passend für das Alter und aber auch der Bauchumfang ist größer als „normal“ für die SSW.
Meine Ärztin meinte dann zu mir, dass ich mich auf jeden Fall schon mal auf den Schwangerschaftsdiabetes einstellen soll, die Größe des Kindes und auch mein Trinkverhalten sprechen doch stark dafür.
Sie hat mir dann noch empfohlen nächste Woche in die Uni-Klinik zu gehen, damit die vor Ort mit den besseren Geräten auch noch einmal den Kleinen schallen können – bei Diabetes gibt es anscheinend ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko. Sie meinte ich soll mir keine großen Sorgen machen, denn sie kann überhaupt nichts auffälliges beim Ultraschall erkennen, bis auf die Größe.
Ohje, mein Herz hat schon einen kleinen Aussetzer gehabt bei den Neuigkeiten, aber klar, zur Absicherung mache ich die Untersuchung gerne.

Gestern waren dann die Ergebnisse leider noch nicht da aus dem Labor, dafür konnte ich sie heute Morgen erfragen:

  • Nüchternwert: 73
  • nach 1 Stunde: 146
  • nach 2 Stunden: 80

Öhm.. das sind top Werte!! Ich hatte mich schon total darauf eingestellt dass ich nun mit dem Diabetes leben & umgehen muss, aber die Werte sprechen ganz klar eine andere Sprache. Die Ernährung mit komplexen statt einfachen Kohlenhydraten scheint sich wirklich auszuwirken, ich merke ja auch dass ich in der gesamten Schwangerschaft noch nicht einmal im Unterzucker war.

Den Termin nächsten Dienstag in der Uniklinik werde ich auf jeden Fall wahrnehmen, auch mal mit denen über die Größe des Kleinen und meinen Durst sprechen. Aber Richtung Diabetes zeigen die Werte zumindest zum jetzigen Zeitpunkt definitiv nicht.

Abgesehen von den kreisenden Gedanken um ‚Diabetes oder nicht‘ & ‚hoffentlich geht es dem Kleinen gut‘ fühle ich mich sehr gut. Ich liebe meinen Baby-Bauch, ich liebe es wenn ich den Kleinen in mir spüre. Ich liebe es wenn er sich beschwert wenn ich für ihn ungemütlich nach vorne gebeugt sitze, oder mich nachts aus versehen auch nur wage auf den Bauch zu drehen (natürlich unterbewusst). Ich liebe es wenn wir miteinander spielen, wenn ich auf den Bauch drücke und er durch Gegendruck antwortet. Wenn mein Lieblingsmann seine warme Hand auf meinen Bauch auflegt, der Kleine (und ich) die Wärme genießt und sich dann bewegt.

Daher lautet die Devise jetzt erst mal weitermachen wie bisher, Dienstag abwarten was passiert, aber wird hoffentlich alles gut sein. Kinder entwickeln sich einfach unterschiedlich. Unser Kleiner darf ruhig sein wie er ist, dann eben mit dickem Bäuchlein und großem Kopf ❤